Referenzen

Als Nachfolgeunternehmen der Roos Geo Consult können wir auf die langjährige Erfahrung unseres Teams in den unterschiedlichen Fachbereichen aufbauen. Die  unten aufgeführten Referenzen beziehen sich deshalb auch auf Projekte der ehemaligen Roos Geo Consult, deren Mitarbeiter nun unter der PeTerra GmbH für Sie tätig sind.

Baugrund- und Gründungsgutachten, baubegleitende Beratung und Überwachung - Interkommunaler Gewerbepark Odenwald (IGO)

Bei der Erschließung des Interkommunalen Gewerbeparks Odenwald wurden durch uns die Baugrund- und Gründungsgutachten erstellt, sowie baubegleitende Beratung und Überwachung durchgeführt.

Die Untergrundverhältnisse vor Ort und die Planungen an einem Hanggrundstück erforderten sehr differenzierte Untersuchungen und eine sehr sorgfältige Bauausführung, die ebenso gründlich zu überwachen war.

Modifikationen in der Planung stellten an die Flexibilität und den Ideenreichtum des Baugrundgutachters hohe Anforderungen. Notwendige Böschungen mußten hinsichtlich der Standsicherheit berechnet und Maßnahmen zur Stabilisierung erarbeitet werden.

Mittlerweile haben sich rd. 30 Betriebe auf dem Areal angesiedelt, die ca. 380 Arbeitsplätze geschaffen haben. Das Gesamtprojekt umfasst einenInvestitionsrahmen von ca. 40 Millionen Euro.


Baugrunderkundung zur Neubauplanung - Stettiner Brücke in Würzburg

Die Ende der 60er Jahre errichtete Stettiner Brücke genügte den gestiegenen Verkehrsanforderungen nicht mehr. Die Brücke wurde über Rammpfähle in den Mainsanden und Kiesen, an deren Basis hier der Mittlere Muschelkalk ansteht, gegründet. Im Rahmen der Neubauplanung wurde eine Baugrunderkundung durchgeführt. Aufgrund einschlägiger Erfahrungen im Projektumfeld, war mit Gipsauslaugungshorizonten und Hohlräumen in den Gesteinsschichten des Mittleren Muschelkalks zu rechnen.

Es wurden deshalb mehrere über 40m Tiefe Kernbohrungen abgeteuft, um den Mittleren Muschelkalk in seiner Gesamtmächtigkeit zu erkunden. Dabei wurde deutlich, dass eine Verwerfung das Baufeld kreuztund teils mächtige Gipsauslaugungshorizonte mit Residualtonen existieren.

Wir haben deshalb als verantwortlicher geotechnischer Sachverständiger eine Gründung über Bohrpfähle empfohlen. Bei der Bemessung der Bohrpfähle musste als Besonderheit berücksichtigt werden, dass es durch Hohlräume im Mittleren Muschelkalk bzw. fortschreitende Gipsauslaugung zu Bodenbewegungen kommen kann, die eine sog. negative Mantelreibung zur Folge hat.

Wir haben daher den Generalplaner in verfahrenstechnischen Fragen intensiv beraten, um bereits in der Ausschreibung eine qualitativ hochwertige Pfahlherstellung zu sichern. Zudem wurde der Pfahlherstellungsprozess fachgutachterlich begleitet, um sicher zustellen, dass die geotechnischen Verhältnisse den Prognosen entsprechen bzw. um bei Abweichungen schnell Entscheidungen treffen zu können, die die Funktionsfähigkeit der Pfähle sicher stellen.

 

2 Beispiele:

Historische Recherche, Orientierende Erkundung, Detailuntersuchungen und Teilsanierungen -Harvey Barracks Kitzingen

In Vorbereitung einer Umnutzung wurden auf dem ehemaligen US-Flugplatz Harvey Barracks Kitzingen zahlreiche Untersuchungen durchgeführt.

Wir führten dabei die Historische Vorrecherche, die Orientierende Erkundung, eine mehrphasige Detailuntersuchung und Teilsanierungen durch.

Als Erkenntnisse aus der Recherche ergaben sich die folgenden Punkte:

  • Nutzungsdauer: 1917-2007
  • 1917-1920: dt. Fliegerhorst
  • 1920-1932: Pigmentfarbenfabrik und Holzimprägnierungswerk
  • 1933-1945: dt. Fliegerhorst
  • 1945-2007: Nutzung durch US-Army
  • Tanks, Abscheideranlagen, flugbetriebs-affine Anlagen, KFZ-Wartung, Generatoren, Trafos, Farbenfabrik, Tontaubenschießstände, Schwermetall- & Teerölimprägnierung u.v.m.

Im Rahmen der Erkundung wurden auf der 248,5 ha großen Fläche ca. 1.500 Rammkernsondierungen, über 100 Baggerschürfe, über 50 Grundwassermessstellen und mehr als zehn Bohrungen durchgeführt.

Bis heute wurden auf ca. 75% der Liegenschaft die Altlastenuntersuchungen abgeschlossen. Die ehemalige US-Liegenschaft wurde inzwischen von einem Privatinvestor gekauft und befindet sich in der Entwicklung (Technologiepark conneKT). Es wurden bisher zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen, u.a. konnte die Schaeffler AG für eine Ansiedlung auf der Fläche gewonnen werden. Wir beraten und betreuen den Investor im Rahmen der laufenden Konversion.


Erkundung und Sanierung einer ehemaligen Hausmülldeponie - Pitztalsgrund, Gemeinde Großwallstadt

In einer früheren Nutzung wurde ein kleineres Kerbtal mit Erdaushub, Haus- und Gewerbemüll, sowie Bauschutt bis 10 m Tiefe und einem Volumen von ca. 20.000 m³ verfüllt.

Als Ziel der Erkundung stand eine abschließende Gefährdungsabschätzung bzgl. negativer Beeinflussungen der Grundwasserqualität im Abstrom der Altdeponie zur Sicherung der Trinkwasserversorgung der Gemeinde Großwallstadt.

Wir führten dazu eine Historische Erkundung, eine Orientierende Erkundung und Detailuntersuchungen durch.

Als Ziel der Sanierungsmaßnahme stand das Entfernen des gesamten Ablageurngskörpers bis zum natürlichen anstehenden Untergrund zur Sicherung der Trinkwasserversorgung.

Hierzu wurde infolge der Gefährdungsabschätzung durch unser Sachverständigenbüro eine Sanierungsuntersuchung durchgeführt und eine Variantenstudie mit Kostenschätzung, sowie ein Sanierungsplan gem. BBodSchG erstellt.

Als weitere Leistungen wurden die Ausführungsplanung mit Ausschreibung der Maßnahmen, die fachgutachterliche Überwachung, Beweissicherungsmaßnahmen, die örtliche Bauüberwachung, Bauoberleitung, SiGe-Koordination und ein baubegleitendes Grundwassermonitoring durch unser Büro geleistet.

Die Finanzierung der Maßnahmen konnte über einen öffentlich-rechtlichen Zuschussvertrag mit der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH im Rahmen der Unterstützungsfonds-Verordnung erreicht werden.

Die Maßnahmen konnten erfolgreich im Mai 2010 abgeschlossen werden.

 

Rückbau und Sanierung eines ehemaligen Industriestandortes - Wohngebiet am Köchlinweiher in Lindau/Bodensee

Auf dem Areal einer ehemaligen Druckerei/Färberei führte unser Büro im Auftrag eines Investors eine historische Recherche und Detailuntersuchung durch.

In der Folge wurden eine Sanierungsplanung, die Ausschreibung der Maßnahmen, die Fachbauleitung und Fremdüberwachung durchgeführt.

Es wurden rd. 30.000 t kontaminierten Material entsorgt.

 

Der Ausführungszeitraum erstreckte sich vom Rückbau bis zur Sanierung in einem Zeitraum von rund einem halben Jahr.

 

 

 

 

Altlastenuntersuchungen, Rückbau und Bodenmanagement - ehem. Leighton-Barracks Würzburg

Auf der ehem. US-Liegenschaft der Leighton-Barracks entsteht in Würzburg ein komplett neuer Stadtteil. Bis 2018 soll dort darüber hinaus die bayerische Landesgartenschau durchgeführt werden.

Im Rahmen der Konversion betreuten wir als Mitglied der ARGE WÜKON die vorbereitenden Altlastenerkundungen, die Rückbauarbeiten an ca. 120 Gebäuden mit ca. 300.000 m³ umbautem Raum und das baubegleitende Massenmanagement.
 

Der Projektzeitraum erstreckt sich von Ende 2014 bis Mitte 2016, Teilaspekte sind noch in Bearbeitung.

Die Kreismülldeponie des Neckar-Odenwald-Kreises südlich der Stadt Buchen sollte zur Herstellung künftiger Entsorgungssicherheit hinsichtlich der Ablagerung mechanische und biologisch vorbehandelter Abfälle erweitert werden.

Zur Beurteilung der vorhandenen geologischen Barriere bzw. zur Definition von Anforderungen an eine herzustellende technische Barriere wurde unser Büro mit der Durchführung entsprechender Untersuchungen für den geplanten Verfüllabschnitt beauftragt.

Zu diesem Zweck wurden Kernbohrungen niedergebracht, beprobt und bodenmechanisch ausgewertet.

Es erfolgte eine geologische und hydrogeologische Bewertung des Standorts gem. TASI und DepV, sowie eine Bewertung der geotechnischen Randbedingungen.

In einem zweiten Schritt erfolgte die geotechnische Untersuchung zur Herstellung einer technischen Barriere durch Schürfe und bodenmechanische Laborversuche, sowie deren Bewertung mit abschließender Empfehlung für das weitere Vorgehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen war geplant die Borghorster Elbwiesen durch technische Maßnahmen wieder dem Tideeinfluß der Elbe zu unterwerfen, zur Wiederherstellung der ursprünglichen natürlichen Gezeiten- und Hochwassereinflüsse.

In diesem Zusammenhang wurde unser Büro damit beauftragt, die die Konsequenzen der Deichöffnung über eine Grundwassermodellierung abzuschätzen.
Über ein zweidimensionales Grundwassermodell, in dem eine Vielzahl an Daten eingearbeitet wurde, konnte festgestellt werden, dass bei bestimmten Lastfällen sogenanntes "Qualmwasser" bis in die hinter dem Deich liegenden Wohngebiete dringen könnte und die erforderliche Sicherheit nicht gewährleistet war.

 


Visualisierung komplexer Datenbestände und Modellierung von Bewertungsgrundlagen im Rahmen der Altlastenerkundung auf ehem. militärischen Großliegenschaften - ehem. NATO-Flugplatz Giebelstadt

In der Projektbearbeitung der ehem. US-Liegenschaft konnte mit Hilfe der Geoinformationssysteme ein Datenaufkommen von ca. 45.000 Einzelwerten schnell zu jedem Projektzeitpunkt für die Bewertung zugänglich gemacht werden.

Dabei konnte sowohl auf digitale, als auch auf analoge Produkte situations- und anwenderangepasst zurück gegriffen werden.

Für die Bewertung der geologischen und hydrogeologischen Grundlagen konnten Modellierungen und Visualisierungen sowohl von Geobasisdaten, als auch von Erkundungsergebnissen die Rahmenbedingungen einer Bewertung deutlich verbessern und so den Projektablauf optimieren.

Bei der Projektpräsentation boten die mit dem GIS erstellten Planunterlagen einen wesentlichen Grundstein der Ergebnisvermittlung.

Teilergebnisse konnten dem Auftraggeber nach Wunsch über eine WebGIS-Plattform zugangsbeschränkt zur Verfügung gestellt werden.



 

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